Rotkornweizen: Das gesunde Urgetreide wiederentdeckt
Entdecken Sie Rotkornweizen, ein fast vergessenes Urgetreide mit außergewöhnlichen Nährwerten und vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten. Erfahren Sie alles über seine Herkunft, gesundheitlichen Vorteile und wie Sie ihn in Ihrer Küche einsetzen können.
Was ist Rotkornweizen?
Rotkornweizen, auch bekannt als Purpurweizen oder Rotweizen, ist eine alte Getreidesorte, die in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt. Seinen Namen verdankt er der charakteristischen rötlichen Färbung seiner Körner und Ähren. Ursprünglich vermutlich aus Ostafrika stammend, wird er heute auch in Deutschland angebaut, insbesondere von Biolandwirten auf der Schwäbischen Alb.
Warum Rotkornweizen so gesund ist
Rotkornweizen zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen aus:
- Ballaststoffe: Fördern die Verdauung und sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl.
- Eiweiß: Wichtig für den Aufbau und die Reparatur von Körperzellen.
- Mineralstoffe: Enthält wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Zink.
- Antioxidantien: Die rötliche Farbe des Korns deutet auf einen hohen Gehalt an Antioxidantien hin, die Zellen vor Schäden schützen können.
Im Vergleich zu herkömmlichem Weizen bietet Rotkornweizen oft eine bessere Verträglichkeit, was ihn auch für Menschen mit einer leichten Weizensensibilität interessant macht.
Wo kann man Rotkornweizen kaufen?
Rotkornweizen ist in verschiedenen Formen erhältlich:
- Als ganzes Korn: Ideal zum Kochen als Beilage, für Suppen oder zum Keimen.
- Als Mehl: Für die Herstellung von Brot, Brötchen, Kuchen und anderen Backwaren.
- Als Flocken: Für Müsli oder als Zutat in Müsliriegeln.
Sie finden Rotkornweizen in Bioläden, Reformhäusern, gut sortierten Supermärkten und online. Achten Sie auf Bio-Qualität, um sicherzustellen, dass der Weizen ohne den Einsatz von Pestiziden angebaut wurde. Viele regionale Anbieter, wie der Biolandhof Knauf oder Naturhof Schwab, bieten Rotkornweizen direkt vom Hof an.
Verwendung in der Küche: So vielfältig ist Rotkornweizen
Rotkornweizen ist vielseitig in der Küche einsetzbar:
Rotkornweizen als ganzes Korn:
- Gekocht als Beilage: Ähnlich wie Reis oder Quinoa.
- In Suppen und Eintöpfen: Sorgt für eine nahrhafte und sättigende Mahlzeit.
- Als Salatgrundlage: Zusammen mit Gemüse, Kräutern und einem leckeren Dressing.
- Zum Keimen: Sprossen sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen.
Rotkornweizenmehl:
- Brot und Brötchen: Verleiht Backwaren eine leicht nussige Note und eine rötliche Farbe.
- Kuchen und Gebäck: Für saftige und aromatische Kuchen.
- Pfannkuchen und Waffeln: Sorgt für eine besondere Geschmacksnote.
- Pizza- und Flammkuchenteig: Für eine knusprige Basis mit einem leicht nussigen Aroma.
Rezept: Rotkornweizen-Brot
Zutaten:
- 500 g Rotkornweizenmehl
- 10 g Trockenhefe
- 1 TL Salz
- 350 ml lauwarmes Wasser
- Optional: Saaten und Kerne nach Wahl
Zubereitung:
- Mehl, Hefe und Salz in einer Schüssel vermischen.
- Lauwarmes Wasser hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten.
- Optional: Saaten und Kerne unter den Teig kneten.
- Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
- Den Teig nochmals durchkneten und zu einem Brotlaib formen.
- Den Brotlaib auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.
- Den Backofen auf 220°C vorheizen.
- Das Brot ca. 45-50 Minuten backen.
- Vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen.
Fazit
Rotkornweizen ist eine Bereicherung für jede Küche. Mit seinem nussigen Geschmack und den wertvollen Inhaltsstoffen ist er eine gesunde und leckere Alternative zu herkömmlichem Weizen. Probieren Sie es aus und entdecken Sie die Vielfalt dieses Urgetreides!