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Der W-Wert im Mehl: Alles, was du über Backstärke wissen musst

Lukas Fuchs vor 2 Stunden Lebensmittelkategorien 3 Min. Lesezeit

Du stehst im Supermarkt vor dem Mehlregal und fragst dich, was der W-Wert auf der Packung bedeutet? Oder bist du ein ambitionierter Hobbybäcker, der das perfekte Brot backen will und mehr über die Eigenschaften verschiedener Mehle lernen möchte? Dann bist du hier genau richtig! In diesem Artikel erklären wir dir alles Wissenswerte rund um den W-Wert von Mehl, seine Bedeutung für die Backeigenschaften und wie du ihn für deine Backprojekte optimal nutzen kannst.

Was ist der W-Wert und was sagt er aus?

Der W-Wert ist ein Maß für die Backstärke eines Mehls. Er gibt an, wie viel Energie benötigt wird, um einen Teig aus diesem Mehl zu verformen. Vereinfacht gesagt, beschreibt der W-Wert, wie gut ein Mehl Wasser binden und Gärgase halten kann. Ein höherer W-Wert bedeutet eine höhere Backstärke, während ein niedrigerer W-Wert auf eine geringere Backstärke hinweist.

Die Bedeutung des W-Werts für die Backeigenschaften

Der W-Wert beeinflusst maßgeblich die Eigenschaften des Teigs und des fertigen Backprodukts:

  • Wasseraufnahme: Mehle mit einem hohen W-Wert können mehr Wasser aufnehmen als Mehle mit einem niedrigen W-Wert. Das führt zu einem feuchteren und geschmeidigeren Teig.
  • Gashaltevermögen: Ein hoher W-Wert bedeutet, dass der Teig die Gärgase, die während der Gare entstehen, besser halten kann. Das Ergebnis ist ein luftigeres und voluminöseres Gebäck.
  • Teigstabilität: Mehle mit einem hohen W-Wert ergeben stabilere Teige, die weniger schnell zusammenfallen. Das ist besonders wichtig bei langen Garezeiten.
  • Dehnbarkeit und Elastizität: Der W-Wert beeinflusst die Dehnbarkeit und Elastizität des Teigs. Mehle mit einem hohen W-Wert ergeben elastischere Teige, die sich gut verarbeiten lassen.

Wie wird der W-Wert gemessen?

Der W-Wert wird mit einem Alveographen gemessen. Dieses Gerät bläst eine Teigscheibe auf, bis sie platzt. Der W-Wert wird dann anhand der Fläche unter der Alveogrammkurve berechnet. Die Einheit des W-Werts ist 10-4 Joule.

Welche W-Werte gibt es und wofür sind sie geeignet?

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen W-Werte und ihre typischen Anwendungsbereiche:

W-Wert Backstärke Geeignet für
Bis W 170 Schwach Mürbeteig, Kekse, Kuchen
W 180 - W 260 Mittel Brötchen, Brot
W 270 - W 350 Stark Pizza, Pasta, Panettone
Über W 350 Sehr Stark Spezielle Brote mit langer Garezeit, Manitoba-Mehl

Der W-Wert und die Mehltypen

Der W-Wert ist nicht direkt mit dem Mehltypen (z.B. 405, 550, 1050) verbunden. Der Mehltyp gibt den Mineralstoffgehalt des Mehls an, während der W-Wert die Backstärke beschreibt. Allerdings gibt es Tendenzen:

  • Weizenmehl Type 405: Hat tendenziell einen niedrigeren W-Wert und eignet sich gut für Kuchen und feine Gebäcke.
  • Weizenmehl Type 550: Hat einen mittleren W-Wert und ist vielseitig einsetzbar für Brötchen, Brot und Pizza.
  • Manitoba-Mehl: Ist ein spezielles Weizenmehl mit einem sehr hohen W-Wert (oft über W 350) und eignet sich hervorragend für Gebäcke mit langer Garezeit, wie Panettone oder Sauerteigbrote.

Wo finde ich den W-Wert auf der Mehlpackung?

Leider ist der W-Wert nicht immer auf der Mehlpackung angegeben. Viele Hersteller verzichten auf diese Angabe, da sie sich eher an Hobbybäcker richten, die den W-Wert nicht unbedingt kennen. Wenn du den W-Wert suchst, solltest du auf der Website des Herstellers oder in den technischen Datenblättern des Mehls nachschauen. Alternativ kannst du auch in speziellen Online-Shops für Bäckereibedarf nach Mehlen mit angegebenem W-Wert suchen.

Wie kann ich den W-Wert für meine Backprojekte nutzen?

Die Kenntnis des W-Werts kann dir helfen, das richtige Mehl für dein Backprojekt auszuwählen und bessere Ergebnisse zu erzielen:

  • Für Kuchen und Kekse: Wähle ein Mehl mit niedrigem W-Wert (bis W 170), um ein zartes und mürbes Ergebnis zu erzielen.
  • Für Brötchen und Brot: Wähle ein Mehl mit mittlerem W-Wert (W 180 - W 260) für eine gute Balance zwischen Volumen und Stabilität.
  • Für Pizza und Pasta: Wähle ein Mehl mit hohem W-Wert (W 270 - W 350), um einen elastischen Teig zu erhalten, der sich gut ausrollen und formen lässt.
  • Für Sauerteigbrote und Gebäcke mit langer Garezeit: Wähle ein Mehl mit sehr hohem W-Wert (über W 350), um sicherzustellen, dass der Teig während der langen Gare nicht zusammenfällt.

Fazit

Der W-Wert ist ein nützliches Instrument für alle, die sich intensiver mit dem Backen beschäftigen möchten. Er gibt Auskunft über die Backstärke eines Mehls und hilft dir, das richtige Mehl für dein Projekt auszuwählen. Auch wenn der W-Wert nicht immer auf der Mehlpackung angegeben ist, lohnt es sich, danach zu suchen oder beim Hersteller nachzufragen. Mit dem richtigen Mehl und dem Wissen um den W-Wert steht dem perfekten Backergebnis nichts mehr im Wege!

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