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Ernährung bei Urtikaria: Juckreiz lindern und Quaddeln vermeiden

Lukas Fuchs vor 8 Stunden Ernährung bei speziellen Bedürfnissen 3 Min. Lesezeit

Nesselsucht (Urtikaria) ist lästig. Juckende Quaddeln auf der Haut können den Alltag zur Qual machen. Aber wusstest du, dass deine Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Linderung der Symptome spielen kann? Dieser Artikel zeigt dir, welche Lebensmittel du meiden solltest und welche dir helfen können, deine Urtikaria in den Griff zu bekommen.

Ernährung bei Urtikaria: Juckreiz lindern und Quaddeln vermeiden

Nesselsucht, auch Urtikaria genannt, ist eine Hauterkrankung, die sich durch juckende Quaddeln und Rötungen äußert. Sie kann akut oder chronisch verlaufen. Die Ursachen sind vielfältig, und oft ist es schwierig, den genauen Auslöser zu identifizieren. Neben allergischen Reaktionen, Infektionen und physikalischen Reizen kann auch die Ernährung eine Rolle spielen.

Wie die Ernährung Urtikaria beeinflussen kann

Bestimmte Nahrungsmittel können Urtikaria-Symptome verstärken oder sogar auslösen. Dies liegt oft an Inhaltsstoffen wie Histamin, Pseudoallergenen oder bestimmten Zusatzstoffen. Eine angepasste Ernährung kann helfen, die Häufigkeit und Schwere der Schübe zu reduzieren.

Was sind Histamine und Pseudoallergene?

  • Histamin: Eine biogene Amin, die in vielen Lebensmitteln vorkommt. Bei manchen Menschen führt ein hoher Histaminspiegel im Körper zu Urtikaria-Symptomen.
  • Pseudoallergene: Substanzen, die keine allergische Reaktion im eigentlichen Sinne auslösen, aber ähnliche Symptome wie bei einer Allergie verursachen können. Sie sind oft in Lebensmitteln vorhanden.

Lebensmittel, die du bei Urtikaria meiden solltest

Es gibt eine Reihe von Lebensmitteln, die bei Urtikaria problematisch sein können. Dazu gehören:

  • Histaminreiche Lebensmittel: Gereifter Käse, geräucherte Wurst, Sauerkraut, Thunfisch, Makrele, Wein, Bier.
  • Histaminliberatoren: Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Tomaten, Schokolade, Nüsse, Meeresfrüchte. Diese Lebensmittel setzen Histamin im Körper frei.
  • Pseudoallergenreiche Lebensmittel: Konservierungsstoffe (z.B. Benzoate, Sorbate), Farbstoffe (z.B. Tartrazin), Geschmacksverstärker (z.B. Glutamat).
  • Andere potenzielle Auslöser: Alkohol, scharfe Gewürze, bestimmte Gemüsesorten (z.B. Spinat, Auberginen).

Achtung: Nicht jeder reagiert gleich auf diese Lebensmittel. Es ist wichtig, individuell zu testen, welche Nahrungsmittel deine Symptome verschlimmern.

Lebensmittel, die du bei Urtikaria essen kannst

Glücklicherweise gibt es auch viele Lebensmittel, die du bei Urtikaria gut vertragen kannst:

  • Frisches Gemüse und Obst: Achte auf Sorten, die als histaminarm gelten, wie Äpfel, Birnen, Karotten, Brokkoli, Blumenkohl.
  • Reis und Nudeln: Als Beilage sind Reis und Nudeln meist unproblematisch.
  • Frisches Fleisch und Fisch: Achte darauf, dass sie nicht geräuchert oder mariniert sind.
  • Milchprodukte: Milchprodukte wie Frischmilch, Naturjoghurt und Frischkäse werden oft gut vertragen (siehe Hautarztpraxis Dr. von Zons).
  • Eier: In der Regel gut verträglich, aber individuell testen.
  • Kräuter: Viele Kräuter sind unbedenklich und können deine Gerichte aufpeppen.

Wie finde ich heraus, welche Lebensmittel ich vertrage?

Die beste Methode ist eine Eliminationsdiät. Dabei verzichtest du für einige Wochen auf potenziell problematische Lebensmittel und führst dann nach und nach einzelne Nahrungsmittel wieder ein, um zu sehen, wie du darauf reagierst. Ein Ernährungstagebuch kann dabei sehr hilfreich sein.

  1. Führe ein Ernährungstagebuch: Notiere alles, was du isst und trinkst, sowie deine Symptome.
  2. Eliminationsphase: Verzichte für 2-4 Wochen auf alle potenziellen Auslöser.
  3. Testphase: Führe nach und nach einzelne Lebensmittel wieder ein und beobachte deine Reaktion.

Wichtig: Sprich mit deinem Arzt oder einem Ernährungsberater, bevor du eine Eliminationsdiät beginnst. Sie können dich bei der Durchführung unterstützen und sicherstellen, dass du ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt bist.

Weitere Tipps für die Ernährung bei Urtikaria

  • Koche selbst: So hast du die volle Kontrolle über die Zutaten.
  • Kaufe frische Lebensmittel: Vermeide Fertigprodukte mit vielen Zusatzstoffen.
  • Trinke ausreichend Wasser: Hilft dem Körper, Histamin abzubauen.
  • Vermeide Stress: Stress kann Urtikaria-Schübe auslösen.

Fazit

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei Urtikaria. Indem du bestimmte Lebensmittel meidest und auf eine ausgewogene, histaminarme Ernährung achtest, kannst du deine Symptome lindern und deine Lebensqualität verbessern. Eine Eliminationsdiät und die Unterstützung durch einen Arzt oder Ernährungsberater können dir dabei helfen, deine individuellen Auslöser zu identifizieren.

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